Wegen Corona fällt die Schule aus
von Redaktion am 13. März 2020 17:59 Uhr Kinder

Die Schulen bleiben ab Montag zu. Erstmal bis zum Ende der Osterferien. Am Freitag fiel diese Entscheidung auch für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Grund: Das Coronavirus. Es sorgt gerade für große Verunsicherung. Vorsichtshalber wurden schon jede Menge Veranstaltungen und Treffen abgesagt. Denn die Gefahr, dass sich das Virus weiter verbreitet, steigt, wenn viele Menschen zusammenkommen.

Geseke – Corona, Corona, Corona ... Seit Tagen geht es um dieses Thema. Und auch wenn immer wieder betont wird, niemand müsse wegen des Virus in Panik verfallen, sind viele verunsichert.

Um eine Verbreitung zu vermeiden, kommen diejenigen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde in Quarantäne. Das bedeutet, sie bleiben zu Hause und dürfen mit niemandem Kontakt haben, bis sie nicht mehr ansteckend sind. Einige Bundesländer haben nun sogar grundsätzlich alle Schulen und Kitas geschlossen, um zu verhindern, dass sich das Virus unbemerkt ausbreitet. Auch in Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen jetzt dicht.Unsere Zeitung hat sich bereits im Vorfeld am Geseker Gymnasium Antonianum umgehört, was dort im Ernstfall passiert.

Das Antonianum ist vorbereitet. Denn während Schließung will die Schule so gut es geht weiter funktionieren. Der Unterricht findet jetzt nicht in den Klassenräumen statt, sondern am Computer über die Lernplattform Moodle.

Alle Schüler und Lehrer können online auf Moodle zugreifen. Jede Klasse und jeder Kurs ist dort angelegt. Arbeitsmaterialien wie Texte, Aufgaben und Links zu Lernvideos können hochgeladen werden. Über ein Forum können die Schüler außerdem Fragen stellen. Und auch die Hausaufgaben können über Moodle abgegeben werden.

Ferien außer der Reihe sind es also auch am Gymnasium Antonianum nicht geben. Allerdings wird der Unterricht nicht eins zu eins auf Moodle übertragen. Denn feste Zeiten, wann die Schüler am Rechner sitzen müssen, will die Schulleitung nicht festlegen. Unterricht per Livestream wird es nicht jedenfalls jetzt noch nicht geben.

diet/jul

Viele Namen, ein Problem

Rund um das neuentdeckte Coronavirus gibt es unterschiedliche schwierige Begriffe. Wir erklären, was gemeint ist.

Corona

Coronaviren gibt es verschiedene. Nur eins davon löst die Krankheit aus, um die es gerade meist geht. Coronaviren sehen unter dem Mikroskop aus wie Kronen. Und Krone heißt auf Latein Corona. So kam das Virus zu seinem Namen.

SARS-CoV-2

Das ist der Name des neuentdeckten Coronavirus. Diese Abkürzung klingt nach einem sehr sicheren Passwort. Von Sars war schon einmal die Rede: Vor fast 20 Jahren breitet sich diese Krankheit auf der Welt aus. Ausgelöst wurde sie durch ein Coronavirus, das dem heutigen ähnelt. Die Abkürzung CoV steht für Coronavirus.

Covid-19

Damit wird die Krankheit bezeichnet, die das neuentdeckte Coronavirus auslöst. Der Name ist eine Abkürzung für „Coronavirus Disease“. „Disease“ ist englisch und bedeutet Krankheit. Die Zahl 19 steht für das Entdeckungsjahr des Virus, nämlich 2019. Wer an Covid-19 erkrankt, kann Fieber und Husten bekommen. Gefährlich kann Covid-19 für ältere und kranke Menschen werden. Sie können sogar daran sterben. Deswegen ist es wichtig, die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. dpa

Auf der Suche nach klitzekleinen Dingen

Wie findet man etwas, das man nicht mit bloßem Auge sehen kann und auch nicht mit einem normalen Mikroskop? Viren sind zwischen 20 und 300 Nanometer groß. Zum Vergleich: Fingernägel wachsen jede Woche etwas weniger als einen Millimeter – das sind eine Million Nanometer! Obwohl sie so klein sind, können Wissenschaftler Viren nachweisen. Es gibt einen Test, mit dem man herausfinden kann, ob jemand die neuen Coronaviren in sich trägt. Für diesen Test wird ein Abstrich gemacht. Dafür reibt man mit einem Wattestäbchen an der Rachenwand entlang. Dadurch bekommt man eine Probe, die dann im Labor auf die Viren getestet wird. Wie das genau funktioniert, ist ziemlich kompliziert. Wichtig ist: Viren haben wie Menschen ein sogenanntes Erbgut. Das ist eine Art Bauplan für Lebewesen oder Viren. Im Labor kann man dieses Erbgut sichtbar machen. Allerdings gilt: Die meisten Menschen müssen den Test nicht machen. Getestet werden nur Menschen, die zum Beispiel Husten, Fieber oder Halsweh haben und davor Kontakt zu Menschen hatten, die sich mit dem neuen Corona-Virus angesteckt haben. Oder Leute, die in letzter Zeit in Regionen waren, in denen das Virus weiter verbreitet ist als bei uns. Bei Kindern tritt die Krankheit im Vergleich zu älteren Menschen übrigens noch seltener auf. dpa