Mit „Minecraft“ gegen den Rest der Gamer-Welt
von Redaktion am 23. März 2018 08:26 Uhr

Willkommen in der Unendlichkeit einer virtuellen Sandkastenwelt. Minecraft ist ein sogenanntes „offene-Welt-Spiel“ also ein Computer-Spiel, das sich aber auch auf zahlreichen Spielekonsolen „zocken“ lässt. Der Spieler bewegt sich mit Hilfe einer eckigen, bunten Spielfigur durch eine eigene Würfelwelt. „Grab dich tief in die Erde entdecke Schätze, erkunde Höhlenlabyrinthe - aber Vorsicht: Monster lauern vielleicht hinter der nächsten Ecke!“ Und ehe du dich versiehst brodelt die Lava unter deinen eckigen Füssen. Wie wäre es vielleicht mit einem Schloss - so wie im Märchen - bis in die Wolken? Oder eine gemütliche Behausung tief unten in der dunklen Steinewelt? Der Phantasie sind schein-bar keine Grenzen gesetzt. Im Multiplayermodus kannst du gegen andere Kanisterköpfe kämpfen und dir Punkte, Waffen und Geld besorgen. Per Headset spielst du gegen den Rest der Gamerwelt! Wenn man will kann man auch Teams gründen um den Gegner zu besiegen! Let´s dig together!

20 Millionen

Seit 2009 wurde das Spiel des Schweden Markus Persson über 20 Millionen Mal verkauft. Man kann Minecraft auch umsonst online spielen.

Infiniminer lässt grüßen

Als Quelle der Inspiration diente ein Spiel namens „Infiniminer“ indem zwei Teams um die Wette graben in einer Landschaft, die nur aus Blöcken besteht, die man wegnehmen und setzen kann. Dieses Spiel war von Anfang an eine Multiplayer-Version. Im Wettbewerb spielen zwei Bergbau-Teams, "Team Blau" und "Team Rot" gegeneinander. Dabei müssen die Spieler in einer Landschaft wertvolle Metalle finden, ausgraben und an die Oberfläche befördern, um Punkte für ihr Team zu erhalten.

Jakbo!

Der Spieleentwickler von Infiniminer, Zachary Barth, wiederum wurde durch ein Brettspiel mit dem Namen „Jakbo“ auf die Idee für sein Spiel gebracht: Eine virtuelle Welt nur aus Blöcken.

Ein Ding mit Ecken und Kanten

Einer von vielen begeisterten Spielern von Infiniminer war der Spieleentwickler Markus Persson - ihn interessierte jedoch weniger die Idee des Wettbewerbs – er wollte bauen. Die Welt aber sollte noch bunter werden und so entstand stattdessen eine schrille Fantasy-Welt mit Höhlen, Festungen, Erde, Bäumen und Gras, in der man mit vielen verschiedenen Blöcken bauen kann. Gibt es auch ein Ziel des Spiels? Irgendwie geht es da auch um Punkte, Waffen und Geld, aber es ist halt der ganz große virtuelle Sandkasten indem die Bauträume virtuelle Wirklichkeit werden können. Ohne die berühmten bunten Kultbauklötze wird hier nach Lust und Laune aufgebaut und abgerissen, angebaut und meine Eltern staunen da nicht schlecht, was wir Kinder da so alles erbauen und entdecken. Na gut ab und zu helfe ich auch im Garten, mit einer echten Säge einen Balken durchzusägen, echte Blumen und Gemüsesamen einzupflanzen, etwas zu mauern oder einfach nur mit dem Hund im Garten Fußball zu spielen. Solange Kinder aber noch ab und zu bei der Gartenarbeit mithelfen und noch wissen wie schwer ein Stein wirklich ist – sagt Papa - oder wie eine echte Blume wächst, ist ein Ausflug auf die Couch mit nervigen Controllergeräuschen noch pädagogisch zu vertreten, sagt Mama immer.

Simon Richters (9) Klasse 4b Erich-Kästner-Grundschule Erwitte