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„Dicke Lippe“: Wie „Lippstädter Grün" die Stadt nach dem Tornado wieder aufblühen ließ

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8. Mai 2026, 06:20 Uhr

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Lippstadt – Vier Jahre ist es her, dass das Sturmtief „Emmelinde“ seine ungemeine Zerstörungskraft entfaltet hat. Im Podcast „Dicke Lippe“ sprechen Jan Wollesen und Werner Lödige darüber, wie der Verein „Lippstädter Grün“ dabei half, die grünen Wunden der Stadt zu schließen. 

Die Bilder, die der Tornado hinterließ, sind längst im kollektiven Gedächtnis der Lippstädter verankert: Ganze Straßenzüge wurden verwüstet, ein Kirchturmdach weggefegt und nicht zuletzt Hunderte Bäume entwurzelt – darunter auch die über 150 Jahre alte Friedenseiche auf dem Rathausplatz. Doch nur wenige Tage nach der Naturkatastrophe entstand aus dem ersten Schock heraus auch neue Energie.

In der neuen Podcast-Folge sind zwei der Menschen zu Gast, die nach dieser Katastrophe gesagt haben: Wir müssen diese Wunden schließen, die der Tornado in der Natur und im Stadtbild hinterlassen hat. Kurz darauf hob eine Gruppe engagierter Bürger auf der Terrasse des Vorsitzenden Jan Wollesen den Verein „Lippstädter Grün“ aus der Taufe – der Anfang einer besonderen, ehrenamtlichen Erfolgsgeschichte in der Lippe-Stadt.

Zerstörung als Motivationsschub

Den Anstoß dafür lieferte der Tag des Unglücks direkt selbst, denn an den 20. Mai 2022 kann sich der Vorsitzende noch gut erinnern: Für Wollesen war nach den ersten Nachrichtenmeldungen sofort klar, dass er helfen muss. Er machte sich auf den Weg zum Evangelischen Gymnasium, um das beschädigte Dach der Sporthalle zu flicken. Auf jenem Dach kam es zu einem Schlüsselmoment: Die von Bäumen umsäumte Landschaft, die er schon aus seiner Schulzeit kannte, war innerhalb weniger Momente verschwunden. Noch immer hat er das Geräusch der Kettensägen in den Ohren, das die Ruhe nach dem Sturm durchbrach. 

Mittlerweile hat sich der Baumbestand in Lippstadt wieder erholt und der Verein ist mit knapp 45 aktiven Mitgliedern in der Stadtgesellschaft etabliert, arbeitet bei Projekten regelmäßig mit dem Grünflächenamt Hand in Hand zusammen. Welchen durchaus schwierigen Weg der Verein bis zum heutigen Tag gehen musste, wie die Helfer bei der Nachpflanzung vorgingen und welche Ziele sie sich für die Zukunft gesetzt haben, erklären Jan Wollesen und Werner Lödige in der neuen Folge von „Dicke Lippe“.