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Kitz - die Kinderseiten im Patriot: Ein Sieg für das Rebhuhn?

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Von der Redaktion am 21. Februar 2026, 08:00 Uhr

Von Konstanze Münstermann

sie ist bei der Kreisverwaltung zuständig für den Vogelschutz und schreibt für Kitz regelmäßig Winnis Tagebuch.


Kreis Soest – Jaja, ich weiß, es ist bereits Februar. Mit dem Thema bin ich etwas spät dran. Aber ich möchte es mir nicht nehmen lassen, über den Vogel des Jahres zu sprechen. In diesem Jahr ist es das Rebhuhn.

Über Rubi, das Rebhuhn, habe ich bereits berichtet. Vielleicht erinnerst du dich noch an sie und ihre Kette. Jetzt im Februar fangen die Hähne an zu rufen, um eine Partnerin zu finden. Mit etwas Glück hörst du in der Dämmerung ein kratziges „Girrhäk“.

Aber heute möchte ich gar nicht so viel über Rubi selbst sprechen, sondern über den Wettbewerb, bei dem sie gewonnen hat. Der Vogel, der Baum, der Pilz, der Schmetterling, sogar die Alge des Jahres gibt es! Jedes Jahr wird eine neue Art in ihrer Kategorie ausgewählt. Der Oberbegriff für diesen Wettbewerb lautet „Natur des Jahres“.

Neben den Tieren, Pflanzen und Pilzen werden auch unbelebte Dinge wie Boden, Biotope oder Mineralien des Jahres ausgewählt. Mittlerweile gibt es die Aktion auch in anderen europäischen Ländern und sogar in Neuseeland oder Südafrika. Doch wofür das Ganze? Mit diesen Aktionen soll auf den Arten- und Biotopschutz aufmerksam gemacht werden. Deswegen werden meist seltene, gefährdete oder bedrohte Arten ausgewählt. Es kann aber auch sein, dass der Lebensraum, wo die Art lebt, bedroht ist. Die größte Gefährdungsursache ist dabei der Mensch und die Folgen seines Handelns.

Seit 1971 gibt es den „Vogel des Jahres“. Als erstes wurde der Wanderfalke auserkoren. Damals entschied der NABU, welchem Vogel die Ehre zuteil wurde. Seit ein paar Jahren gibt es eine Online-Abstimmung, bei der auch du mitentscheiden darfst. Dafür werden einige Arten vom Naturschutzbund vorausgewählt. Für das Jahr 2026 waren neben dem Rebhuhn Amsel, Schleiereule, Waldohreule und Zwergtaucher im Rennen. Für das Rebhuhn ist es nicht der erste Sieg. Schon 1991 war es der Vogel des Jahres. Doch kann Rubi, das Rebhuhn, sich wirklich so sehr darüber freuen? Es zeigt nämlich, dass es immer noch Probleme für das Rebhuhn gibt. Der Lebensraum schrumpft und auch die Nahrungssuche wird nicht einfacher. Insekten, die als Futter dienen, verschwinden. Sichere Orte für den Nestbau und Verstecke vor Räubern werden seltener.

Genau wie vor 30 Jahren muss etwas für den Schutz getan werden, damit das Rebhuhn nicht aus unserer Landschaft verschwindet. Darauf soll die Ernennung als Vogel des Jahres hinweisen.