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Kitz - die Patriot Kinderseite: Rasant die Rutsche runter

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18. April 2026, 08:00 Uhr

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Lippstadt – Bei dem Serienhelden Henry Danger geht’s „rauf die Röhre, hopp“, im Cabrioli heißt es „runter die Röhre, hopp!“. 86 Meter ist die orangefarbene Röhrenrutsche lang. Für die meisten Besucher bedeutet die feuchtfröhliche Fahrt im „Lippracer“ puren Badespaß. Bei der 2. Lippstädter Rutschmeisterschaft am Sonntag, 26. April, gesellt sich von 13 bis 17 Uhr noch eine Portion sportlicher Wettbewerb hinzu.

Arnd Nobbe und René Lüdemann vom Deutschen Rennrutsch-Verband (DRV) sind professionelle Rennrutscher und wetteifern auf dem Weg nach unten um jede Millisekunde. Nun haben sie auch den „Lippracer“ genauer unter die Lupe genommen, denn in der kommenden Woche starten im Cabrioli die 2. Lippstädter Rutschmeisterschaften, an denen jeder, der will, teilnehmen kann. Die Anmeldung erfolgt am Wettkampftag an der Rutsche. Wertungsklassen: Herren, Damen, Junioren (11 bis 15 Jahre), Kinder (6 bis 10 Jahre), Profis. Es gelten die normalen Eintrittspreise, eine gesonderte Startgebühr gibt es nicht. Die Erwachsenen können sich sogar für das Finale des Deutschland-Cup qualifizieren.

Der „Lippracer“ kommt bei den Profis gut an. „Die Rutsche gehört zu den schnelleren, ist aber keine ‘Todesrutsche’“, bilanziert Rennrutscher René Lüdemann nach den ersten Probedurchgängen und verweist auf andere Exemplare, bei denen die Profis durch ihre erhöhte Geschwindigkeit am Ende teilweise aus der Rutsche hinauskatapultiert werden. Hervorzuheben an der Cabrioli-Röhre sei vor allem der steile Abstieg direkt am Anfang.

Der offizielle Rutsch-Rekord in Lippstadt besteht schon seit 2018 und stammt noch von der ersten Rutschmeisterschaft. Andreas Köhnke – mehrfacher Champion und Urgestein der Szene – schaffte damals eine unglaubliche Punktlandung auf glatte 9,00 Sekunden. Zum Vergleich: Laien wie der Schreiber dieser Zeilen kommen aus dem Stand auf etwa 12,5 Sekunden und nach mehreren Versuchen sowie viel Hilfestellung der Profis auf 11,29 Sekunden. Bei René Lüdemann stoppt die Uhr an diesem Trainingstag bei 9,59 Sekunden.

Tipps vom Profi

Die Basis für einen guten Rutsch legt man schon beim Start. „Wettrutscher haben immer ein Handtuch mit dabei“, erzählt Arnd Nobbe und rubbelt die Schwungstange ordentlich trocken. Mit dem optimalen Grip können die Teilnehmer am Anfang besonders viel Schwung und Tempo aufnehmen. Was die Körperhaltung angeht, gilt: je weniger Auflagefläche (und somit Reibung), desto besser. Also: flach hinlegen, Arme auf der Brust oder über dem Kopf verschränken, Beine überkreuzen und den Hintern leicht anheben. Das über die ganze Fahrt durchzuhalten, ist jedoch anspruchsvoll. Leichter umzusetzen ist die Kleiderwahl: so wenig Textil wie möglich. Lange Badehosen können wertvolle Sekundenbruchteile kosten. pul