Kreis Lokaljournalismus

Umfrage: Warum diese „Lokalhelden“ Journalismus vor Ort wichtig finden

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Von der Redaktion am 4. Mai 2026, 17:00 Uhr

4. Mai 2026, 17:00 Uhr

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Warum Lokaljournalismus wichtig ist

Linda Keil

„Das Besondere am Lokaljournalismus im Kulturbereich liegt für mich darin, dass auch Nachwuchskünstlerinnen und -künstler, Amateurgruppen, kleine Bühnen- oder Stadtprojekte sichtbar werden. Lokaler Journalismus zeigt genau das, was vor Ort passiert. Dadurch entsteht ein Bezug zum Alltag der Leserinnen und Leser: Das findet hier statt – ich kann hingehen, mitmachen, betroffen sein!“

Jasmin Schornberg

„Mit Lokaljournalismus erreicht man mehr Aufmerksamkeit. Das ist gerade bei heiklen Themen wichtig. Ich persönlich hatte stets einen guten Bezug zu den Journalisten von zu Hause und großes Vertrauen in das, was dort geschrieben wurde. Bei euch hatte ich immer ein gutes Gefühl.“

Markus Köster, Anröchter Gastronom

„Privat beginnt für mich jeder einzelne Tag mit dem Lesen des Lokalteils der Zeitung – von Lippstadt bis Anröchte jeden Morgen, und zwar in Printform. Der lokale Teil ist für mich der Anlass, die Zeitung zu lesen. Ich finde Lokaljournalismus für jeden einzelnen Ort sehr wichtig, weil er zeigt, was im Ort passiert und wie ein Ort funktioniert. Für Anröchte denke ich da an Ereignisse wie die Schützenfeste, den Big Day Out oder das Steinfest. Die Feste sind das Lagerfeuer unserer Gesellschaft. Auch dass das Vereinslegen in der lokalen Berichterstattung dargestellt wird, finde ich sehr relevant. Eine gute, ausgewogene Berichterstattung gehört dazu – im Sinne unserer Demokratie.“

Prof. Sebastian Verhoeven, Hochschuldozent und Oberst des Lippstädter Schützenvereins

„Lokaljournalismus erzählt die Geschichten unserer wunderschönen Lippestadt – von Vereinen, Schulen, Initiativen und Menschen, die sonst kaum Beachtung finden. Gerade diese Nähe sorgt dafür, dass Fakten sichtbar bleiben und Hass, Filterblasen und Falschinformationen weniger Raum bekommen.“

Anette Sellmann, Bundesverdienstkreuzträgerin aus Bad Westernkotten

„Ich genieße es morgens bei einer Tasse Kaffee, den Patriot zu lesen. Hier werde ich dank der Lokalredaktion informiert über wichtige Sachen, die vor Ort geschehen, sei es in Kirche, Politik, Kultur oder Sport, um nur einige Themen zu nennen. Ich erfahre, was die Menschen in den Nachbarorten bewegt. So werde ich gut informiert und laufe nicht Gefahr durch Fake-News getäuscht zu werden. Das öffnet mir die Augen und weitet meinen Blick.“

Stefan Gödde, Journalist und TV-Moderator aus Rüthen

„Kann man Lokaljournalismus feiern? Oh ja, man muss sogar! Denn wer sonst würde den Politikern vor Ort auf die Finger schauen? Wo sonst bekämen die versteckten Talente vom Dorf eine große Bühne? Wer würde über lieb gewonnene Traditionen berichten? Über das Herzblut im Sportverein? Die Nachbarschaftshilfe, die Erstkommunion und das Schultheater? Lokaljournalismus kümmert sich mit viel Liebe um Dinge, die die Menschen vor Ort wirklich interessieren und bewegen. Und das sollte man feiern – jeden Tag.“

Matthias Wiehen, Vorsitzender des Lippstädter Standortforums

„Guter Lokaljournalismus zeigt die Stärke unserer lokalen Wirtschaft, unterstützt aktiv unser Stadtmarketing und trägt dazu bei, Lippstadt als attraktiven, zukunftsfähigen Standort zu positionieren. Für mich als Vorsitzender des Lippstädter Standortforums ist genau das entscheidend für die notwendige Sichtbarkeit und funktionierende Netzwerke.“

 

Norbert Scheckel, Pastor aus Geseke

„Guter Lokaljournalismus ist für mich ein Journalismus der kurzen Wege. Seine Aufgabe besteht darin, über die tägliche Lebenswelt der Menschen zu informieren und so das Wir-Gefühl einer Region zu stärken. Er kann so auch der Vereinzelung entgegenwirken.“

Christiane Sonntag-Carl aus Geseke

„Lokaljournalismus bedeutet für mich, nah an den Menschen vor Ort zu sein und die Themen, die sie bewegen, sichtbar zu machen. Er hilft, das Leben vor Ort authentisch widerzu-spiegeln und bietet durch sorgfältige Recherche sowie die faire Einordnung unterschiedlicher Perspektiven Orientierung und Information. Besonders wichtig sind dabei feste Ansprechpartner, die sich durch ihre regelmäßige Präsenz vor Ort ein Vertrauensverhältnis aufbauen und Geseke und die Menschen kennen und verstehen.“

Thomas Wienecke, Kreisbrandmeister

„Ohne lokalen Bezug macht das Lesen einer Zeitung keine Freude. Ich genieße es, beim Frühstück die Zeitung zu lesen – auf Papier – und zu erfahren, was direkt in meinem Umfeld passiert. Ich kann so tief in ein Thema einsteigen und mich mit verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen. Das ist für mich ein Stück Heimat.“

 

Ute van der Wal, Leiterin der Marienschule Lippstadt

„Lokaljournalismus macht sichtbar, was unsere Marienschule bewegt – im Idealfall informiert er, schafft Transparenz und stärkt die Verbindung zwischen Schule und den Menschen in den Städten und Gemeinden im Verbreitungsgebiet. Für uns ist er ein unverzichtbarer Partner, um Bildungsarbeit verständlich und nahbar werden zu lassen.“

 

Willi Knickenberg, Kreisliga-Kulttrainer und aktuell Coach des B-Ligisten SG Oestereiden/Effeln/Menzel

„Gerade auf dem Land ist Lokaljournalismus besonders wichtig, weil er oft die einzige regelmäßige Informationsquelle über Vereine, Spiele und Entwicklungen vor Ort ist. Aus Trainersicht bedeutet das: Unsere Arbeit wird überhaupt erst sichtbar, Spieler und Ehrenamtliche bekommen Anerkennung, und der Verein bleibt im Gespräch. Als Trainer bekomme ich viele nützliche Tipps durch die Vorberichte. Über viele Jahre in meiner Tätigkeit habe ich Tabellen und Spielberichte ausgeschnitten und in meine Unterlagen geklebt. Sehr interessant, wenn man das über 30 Jahre nachverfolgen kann.“

 

Hanna Hentschel, Co-Initiatorin der Initiative „Jahr der Artenvielfalt Rüthen“

„Unser Anliegen ist es den Bürgerinnen und Bürgern Herz und Augen für die Natur vor Ort zu öffnen, wie zum Beispiel durch die naturnahe Pflege des Klostergartens. Bilder und Artikel auf der Lokalseite des Patriot veranschaulichen, wie schön es hier ist und wie schön es noch werden kann.“