Kitz - die Patriot Kinderseite: Blaue Minna geht auf Streife

von Ulrike Dietz am 24. Januar 2026 08:00 Uhr Kinder -  Lesezeit 2 min

Dass die Polizei von Grün auf Blau gewechselt hat, ist schon eine ganze Weile her. Die grüne Minna, der scherzhafte Name für den Polizei-Bulli, mit dem Gefangene transportiert wurden, ist also ebenfalls längst Geschichte. Ob der neue Bulli, mit dem die Polizei nun auf Streife geht, irgendwann mal die blaue Minna heißt? Möglich wär’s immerhin.

Geseke – Einen nigelnagelneuen – genauer gesagt einen Mercedes Vito – hat jetzt die Wache in Geseke bekommen. Damit sind die Beamten zumindest im Kreis Soest die ersten, die mit den neuen Fahrzeugen ausgestattet werden. NRW-weit soll es bis zum Jahresende 800 Streifenwagen geben – neben dem Mercedes Vito hat sich die Behörde für den Ford Tourneo entschieden.

Der Mercedes hat 190 PS unter der Haube, der Ford kommt auf 170 Pferdestärken. Beide Wagen verfügen über ein Automatikgetriebe und – zumindest im Geseker Fall – über Allradantrieb. Es sei nämlich schon vorgekommen, dass sechs Beamte ihr Fahrzeug regelrecht ausgraben mussten, weil es sich auf schlammigem Untergrund festgefahren hatte, sagt der Geseker Wachleiter Nils Kerkhoff.

Der Mercedes-Bulli habe die ideale Größe und sei „als Arbeitsplatz wesentlich besser“ als seine Vorgängermodelle. Unter anderem sei der Vito von allen Seiten gut zu begehen und biete ausreichend Platz für die Ausrüstung.

Die Heckklappe, die sich weit nach oben öffnen lässt, dient als Schutz vor Wind und Wetter. Dank eines herunterklappbaren Pultes können die Polizisten den Schreibkram außerdem bequemer vor Ort erledigen. Der Funk lässt sich künftig auch in den hinteren Bereich des Wagens schalten. Das sei besonders dann sinnvoll, wenn der Bulli neben den üblichen zwei Streifenpolizisten mit einem Beamten in Ausbildung besetzt ist.

Die „einsatztechnische Ausrüstung“ bleibt mehr oder weniger gleich. Ein paar neue Gimmicks gibt es aber doch. Eins davon ist der digitale Rückspiegel: Eine Kamera filmt, was hinter dem Bulli vor sich geht und überträgt es auf den Spiegel. Das ist praktisch, weil die Sicht durch die Rückscheibe wegen des Equipments im Kofferraum eingeschränkt ist.

Wenn die Beamten künftig Blaulicht und Martinshorn anschalten wollen, können sie dies über einen Touchscreen tun. Gleiches gilt für alle anderen Signale – zum Beispiel das „Bitte folgen!“. Sollte der Touchscreen einmal streiken, gibt es immer noch die klassischen Schalter, betont Daniel Großert.

Noch ist der neue Geseker Einsatzwagen nicht komplett bestückt. In den nächsten Wochen soll er aber auch offiziell auf Streife gehen.