Kitz - Die Patriot Kinderseite: Bäume für die Zukunft

von Sarah Bsdurek am 29. November 2025 13:23 Uhr Kinder -  Lesezeit 2 min

Rüthen – 7460 Lärchen. Um diese Bäume ist der Rüthener Wald nach den Pflanztagen der Privaten Sekundarschule Hugo Stern in diesem Herbst reicher. An vier Tagen haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis acht die Setzlinge in die Erde gebracht. Dabei „kommen sie mal aus dem klassischen Schulalltag raus, das tut denen auch gut“, sagt Schulleiterin Eva Tappe.

Je nach Wetter und Gegebenheiten schaffen die Kinder circa 1500 Pflanzen, manchmal mehr, manchmal weniger, weiß Annette Herbst-Köller vom Förderverein Zukunftswald. Zusammen mit dem Forstamt der Stadt bereitet der Verein die Pflanztage und die Flächen im Wald vor, indem beispielsweise schon die Löcher gebohrt werden.

„Seit 2020 pflanzen wir jedes Jahr“, sagt Tappe. Diese Tradition sei aus der Not heraus geboren. „Wegen Corona durfte der Förderverein 2020 nicht mit dem Pflanzen starten. Klassenintern durften aber die Schülerinnen und Schüler in den Wald und haben gemeinsam die Bäume gepflanzt“, erklärt Herbst-Köller.

Und die Bilanz kann sich sehen lassen. Seitdem zählt die Schule – ohne die 7460 Lärchen aus diesem Herbst – 35 000 gesetzte Bäume, was in etwa einer Fläche von 25 Fußballfeldern entspricht. Alle Baumarten seien dem Klimawandel angepasst, sodass sie den Rüthener Wald möglichst lange bereichern.

Und noch eine Besonderheit hat sich aus der Aktion ergeben: Eine feste Kooperation mit dem „Bildungspartner NRW Natur und Schule“. Schülerinnen und Schüler sollen motiviert und befähigt werden, heute und in Zukunft eigenverantwortlich einen wirksamen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten, heißt es seitens des LVR-Zentrums für Medien und Bildung.

„Unsere Schüler lernen im Wald wichtige Inhalte und für die Achtklässler ist es manchmal auch eine gute Möglichkeit zur beruflichen Orientierung“, sagt Tappe. Denn auch ein städtischer Förster ist dabei, der Bäume und Natur erklären und Fragen beantworten kann. Zudem sei die regionale Verbundenheit der Kinder ein wichtiger Punkt. So können sie das Wachstum ihrer gepflanzten Setzlinge verfolgen. „Ein Schüler ist extra mal mit dem Fahrrad zu den Flächen gefahren, um sich die Entwicklung der Bäume anzuschauen“, freut sich die Schulleiterin.