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Frühlingsbotin Miri vom Kleinen Volk

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Von der Redaktion am 6. März 2026, 10:05 Uhr

Lippstadt – Einmal im Jahr passiert etwas ganz Besonderes im Zauberwald. Um was es dabei geht, erzählt euch nun die Lippstädter Puppenspielerin Birgit Lux.

Im Zauberwald herrscht große Aufregung. Alle Bewohnerinnen und Bewohner laufen hin und her und warten auf etwas oder auf jemanden. Kasper klatscht erstmal laut in die Hände. „Ihr Lieben, beruhigt euch doch. Ich weiß, dass die Vorfreude groß ist und ihr es kaum aushalten könnt.“ „Wann kommt sie denn endlich?“, fragt Frau Glöckchen den Baum voller Ungeduld. „Das lange Warten ist echt anstrengend“, meint Prinzessin Bella. „Und außerdem freuen wir uns endlich auf frisches Grün und bunte Farben“, sagt Mattheo.

Plötzlich kommt der Räuber verschlafen aus seiner Höhle dazu. „Was ist denn hier los? Habe ich etwas Wichtiges verpasst?“, möchte er wissen. „Du lebst in deiner dunklen Höhle tatsächlich hinter dem Mond“, sagt Kasper lächelnd. „Hast du denn nicht gemerkt, dass die Tage wieder länger werden und es draußen wärmer wird?“ Jetzt endlich geht dem Räuber ein Licht auf. „Ist es wirklich schon so weit? Habt ihr sie schon gesehen, Miri vom Kleinen Volk?“ „Wir warten gerade auf sie“, antwortet Kasper. Immer nach dem Winter kommt Miri, das Blumenmädchen vom Kleinen Volk, und verstreut Blumen, Samen und Blumenzwiebeln im Zauberwald. Kurz darauf grünt und blüht es und der lang erwartete Frühling ist da.

Mattheo, der Riese hat den besten Ausblick und auf einmal ruft er: „Sie kommt, sie kommt.“ Und tatsächlich, in einiger Entfernung können alle sie sehen. Miri, die Frühlingsbotin, winkt fröhlich und verteilt großzügig Samen aus ihrem Blumenkörbchen in alle Richtungen. Wie ein Wunder sprießen sofort bunte Blumen aus der Erde. Zauberei im Zauberwald: Der Frühling ist da!